Patientenindividuelle Verblisterung

In meiner Praktikumszeit in der 9. Klasse versuchte ich mich als Altenpfleger, für mich damals ein sehr interessanter und aufregender Beruf in dem man gutes tun kann und Menschen hilft. Das Berufsbild des Krankenpflegers ist ziemlich umfangreich, man hat also im Tagesablauf unglaublich vielfältige Aufgaben, die bewerkstelligt werden müssen. Ein nicht unerhebliches Stück arbeit lag in der Zuordung der Medikamente für die einzelnen Patienten. Hier kann nicht nur ziemlich viel schiefgehen, es ist auch so, dass dies unglaublich viel Zeit in Anspruch nimmt, jeden Tag für jeden einzelnen Patienten die Rationen in Trays oder Plastikbechern bereitzustellen. Vorhin bin ich bei der Suche nach Blisterfolie über etwas gestoßen, das sofort meine Aufmerksamkeit erregte.

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Anscheinend ist der Trend aus Amerika, Medikamente in so genannten Blisterzentren zu rationieren, nun auch hier in Deutschland angekommen. Es gab zu meiner Zeit einige Zweifler, die behaupteten, dass Arbeitsplätze verloren gehen würden und sich mögliche weitere Fehlerquellen einschleichen würden, wenn die patientenindividuelle Verblisterung von Medikamenten von Dienstleistern übernommen wird. Ich habe darin aber vor allem eines gesehen, mehr Zeit für Patienten. Dieser Faktor war damals tatsächlich der ausschlagende Punkt, warum ich nicht in diesen Beruf gegangen bin. Zu wenig individuelle Zeit für Patienten. Ich hoffe, dass sich die Praktik der Verblisterung in Blisterzentren, wo hochpräzise Maschinen softwaregesteuert perfekt dosieren und tagesgenau abpacken, durchsetzen wird und somit mehr Zeit für die Menschen in den Einrichtungen bleibt.  

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